Monthly Archives: April 2014

Abenteuer:Sprachwerkstatt im Darmstädter Echo

„Bodeningenieure“ kitzeln auf der Hand

Bildung – Stiftung will Sprachentwicklung von Dritt- und Viertklässlern aus Einwandererfamilien fördern.

Sprache lernen als Abenteuer: Die Sprachwerkstatt der privaten Stiftung Zusammen-Wachsen will Kinder ausländischer Herkunft fördern. …

Den vollständigen Artikel im Echo können Sie auf der echo-online.de Seite ansehen oder hier klicken.

Tagesnotizen aus der Frühjahrs-Sprachwerkstatt

Dienstag 22.04.14: die Abenteuer:Sprachwerkstatt erwacht!

16 aufgeregte Kinder versammelten sich in der Wilhelm Hauff Grundschule in Eberstadt. Sie kommen aus unterschiedlichen Schulen und Kulturen. Deutsch ist die einzige Sprache, die alle (wenigstens bruchstückhaft) verstehen. Etwa die Hälfte von ihnen sind neu und haben sich noch nie gesehen. Namensspiele und Regeln wie „Hier dürfen alle mitspielen“ helfen, dass sich die Kinder schnell wohlfühlen und Ängste rasch verschwinden.

Das Außengelände lernen die Kinder bei einer Schatzsuche kennen: Kleine Frühlingsboten wie Schmetterlinge aus Papier, Igel und Vögel aus Keramik, Kräuterpflanzen wie Schnittlauch und Boretsch wurden zuvor von den Teamern versteckt. Nach der Suche werden die Fundstücke besprochen und eventuell probiert. Manchen ist der Schnittlauch zu scharf, andere können nicht die Finger davon lassen und knabbern genussvoll an den grünen Pflanzenstängeln. Jedes Kind fand einen Schmetterling und ist glücklich darüber, diesen kleinen Frühlingboten mit nach Hause nehmen zu dürfen.

Die Kinder finden die Schmetterlinge

Nach dem Mittagessen geht es in Kleingruppen an die Arbeit: Wie überwintern Blumen ? – Später darf jedes Kind Sonnenblumen säen und sich ein Pflänzchen eintopfen.

Bei der „Tiere-Station“ werden in der Erde lebende Tiere, Regenwürmer und Schnecken beobachtet: Haben Schnecken einen Mund? Warum sind Regenwürmer wichtig für unser Klima ?

In der 3. Arbeitsgruppe „Erden“ legen die Kinder gemeinsam Landschaftsgärten aus Sand, Lehm, Kompost und Steinen an.

Morgen geht es in den Wald, mal sehen was die Kinder dort entdecken…………………

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Tagesnotiz 2. Tag

Gleich nach dem Frühstück geht es los in den nahe gelegenen wunderbaren Buchenwald. Was riecht hier so gut? Komponiert ein Frühlingsparfüm! Was hörst du? Der Wind rauscht in den Zweigen, Vogelstimmen, ein Flugzeug hoch oben…Was fühlst du, mit verbundenen Augen, wenn dein Partner dich zu seinem Baumfreund führt? An der glatten oder rauhen Rinde kannst du später den ‚Baumfreund’ wiedererkennen. Und was siehst du? Auf dem Waldboden liegen Bucheckern und wachsen kleine Buchensprößlinge zwischen vermoderndem Laub und abgebrochenen Ästen vom Vorjahr und – wenn du hoch in den Himmel schaust – siehst du die hohen Stämme und viele zart durchscheinende Blätter in den Baumkronen.

Zum Mittagessen sind wir wieder in der Schule.

Nachmittags sind die Themen in den vier Kleingruppen:

Wie überwintern unsere Tiere: Igel, Eichhörnchen, Fuchs und Murmeltier? Dazu gibt es Videos und Gespräche, und die Kinder fühlen sich mimetisch mit Yogaübungen in die Tiere ein und stellen sie in Winterschlaf bzw. Winterruhe dar.

Wie überwintern unsere Blumen, Kräuter und Bäume?

Was für Böden mit welchen Eigenschaften gibt es? Wie fühlen sie sich an? Wie lassen sie sich formen?

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Tagesnotiz 3. Tag

Nach dem Frühstück kommt ein Bus, um uns zu Bauer Mann im Odenwald zu fahren. Herrlicher Sonnenschein. Schweine mit blonden Locken. Kuh und Kälbchen. Schaf und Lamm. Pferde und Ponys. Hühner, Enten und Gänse. Jannik, Schüler der 8. Klasse der Edith-Stein Schule, erklärt den Bauernhof. Er weiß schon, was er später wird: Bauer.

Picknick und Spiele auf der grünen Wiese runden den Tag ab.

Zurück in der Schule bearbeiten die Kinder in kleinen Gruppen friedlich ihr Werkstück aus Speckstein.

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Tagesnotiz 4. Tag

Zur Morgenrunde vor dem Frühstück stellt sich Moritz, der Rapper aus Wiesbaden vor:

„Hallo und Guten Tag. Moritz ist mein Name. Mir geht es gut. Das wollt ich nur kurz sagen.“

Er möchte unsere Namen erfahren und wir sollen uns ihm auch in Reimform vorstellen. Das erweist sich als gar nicht so einfach: ‚ich heiße …’ scheint fest eingebrannt. – Nach dem Frühstück trägt Moritz einen vielstrophigen Sprechgesang vor und wir wiederholen Satz für Satz im typischen Vierviertel Rhythmus. Danach geht’s in Kleingruppen daran, selbst einen Text zu entwerfen und mit Moritz’ Hilfe rhythmisch zu sprechen.

Nachmittags folgt ein Experiment zu den Leitungsbahnen von Pflanzen.

Und danach sollen vier Teams aus Strohhalmen, Bindfaden und Zeitungspapier einen Fallschirm basteln, der ein Ei vom 1. Stock heil zu Boden befördert. Die Aufgabe wird bravourös gelöst

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Tagesnotiz 5. Tag

Heute wird gemeinsam gekocht: Grüne Sauce mit vielen Frühlingskräutern, leckere Kartoffeln und die frischen Eier vom Bauernhof. Dann wird der Sprechgesang für die Eltern geübt, das Werkstück aus Speckstein poliert und das Foyer geschmückt. Um 16 Uhr sind alle Eltern und viele Geschwister da. Rebecca Schwarz spricht einleitende Worte, Bettina Bock bedankt sich bei Nathalie, Kristina, Nils und Rebecca, die mit so viel Kreativität und liebevoller Geduld die Kinder durch die Woche begleitet haben. Nun folgen Vorführungen der Kinder: Sprechgesang (drei Gruppen), Nils erklärt das Experiment zu den Leitungsbahnen der Rosen, seine Assistenten reichen die rote und die grüne Rose den im Kreis sitzenden Eltern. Nils erklärt den hohen ökologischen Wert der Regenwürmer. Seine Assistenten reichen die Regenwürmer auf der bloßen Hand herum. Nathalie erklärt, wie Pflanzen überwintern und welche Kräuter bei uns wachsen. Ihre Assistenten reichen Schnittlauch, Thymian, Pfefferminz, Petersilie und Waldmeister herum. Kristina stimmt mit den Kindern das ‚Guten Morgen’ Lied an und tanzt mit ihnen zum Abschluss ‚Das Lied vom Hasen Wollipusch’.

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