Manche Kinder kamen verhalten, andere vergnügt und offen, da sie wieder einmal dabei sein konnten. Durch das sichere Auftreten der „alten“ Gesichter, fühlten sich auch die „Neuen“ schnell wohl und wussten:

Hier sind wir ein Team und nicht allein!

Begrüßungsrunde und Kennenlernspiele halfen, die Namen zu lernen.

Danach drehte sich von nun alles um „FEUER“. Fragen wie „Wie machten die ersten Menschen Feuer?“,”Was brennt und warum? Was brennt nicht?”, „Wie löscht man ein Feuer?“, „Wie lang ist ein Feuerschlauch?“ bereiteten Kinder und Teamer darauf vor, selbst ein Feuer im Schulhof zu machen.

FEUER im Schulhof: Bambus, Holz, Flaschenkorken,Tannenzapfen und Papier – alles natürlich Gewachsene brennt. Stein, Metall, Glas, Wasser und Sand brennen nicht. Unterschiedliche Gerüche konnten wahrgenommen werden und alle durften etwas ins Feuer werfen. Unser Schreiner Roman Köhn erklärte die Unterschiede von Tropenhölzern und einheimischen Hölzern. Langsam gewachsenes, dichtes Eichenholz brennt langsam, schnell gewachsener Bambus verbrennt schnell. So waren die Kinder voller neuem Wissen, welches sie im Kreativ-Schreiben anwenden konnten. Auch Fragen für den Dienstags-Ausflug zur Freiwilligen Feuerwehr Alsbach haben sich die Kinder notiert. Diese werden sie am nächsten Tag alle beantwortet bekommen und zwar von einem echten Feuerwehrmann!
Das Thema dieser Woche ist „Wärme, Energie und Feuer“, so war am Abschlusskreis klar, wie unsere Stofftiere, über die die Kinder Ihre negativen und positiven Tageserlebnisse ausdrücken können, heißen sollten: Feuer-Zebra und Energie-Bulle!

Dienstag: Was für ein herrlicher Tag! Bei Sonnenschein marschierten die Sprachwerkstattkinder mit den Betreuern los zur Strassenbahn nach Alsbach. Dort wartetenMit SonnenENERGIE auf zur FEUERwehr in Alsbach! schon drei große Feuerwehrautos und die Kinder wurden von der Haltestelle zur Feuerwehrstation gefahren. Wow, wer ist schon mal in einem Feuerwehrauto mitgefahren!? Bei der Feuerwehrstation angekommen, ging es gleich mit Fragen los. Fleißig notierten die Kinder die Antworten auf Ihren mitgebrachten Klemmbrettern. Dann wurde die Feuerwehrstation besichtigt:
Wärmekamera, Schutzanzüge, Feuerlöscher, Schläuche, weitere Fahrzeuge, und vieles, vieles mehr.
Die Kinder durften selbst Hand anlegen und mit einem Feuerwehrschlauch spritzen – es gab sogar ein simuliertes Feuer auf dem Übungsplatz zu löschen.
Auf dem Rückweg in der Straßenbahn waren die Kinder müde von solch einem erlebnisreichen Tag, doch nutzten viele die Zeit in der Bahn, um ihre Notizen zu ergänzen. Hier entstanden auch wunderschöne Bilder von Feuerwehrautos und Feuerwehrmännern.
In der Schule angekommen, gab es noch ein Namensspiel: Die Kinder durften sich ein Adjektiv aussuchen, welches mit dem gleichen Buchstaben wie ihr Vorname beginnt. So waren es auf einmal die rosige Rosa, die lustige Lejla, der furchtlose Fabio und der mutige Mehmet, die dort im Kreis saßen. Was hat den Kindern heute aber am besten gefallen?
Das Feuer-Zebra wäre natürlich gerne noch länger im Feuerwehrauto sitzen geblieben und der Energie-Bulle fand es großartig, mal mit einem Feuerwehrschlauch spritzen zu dürfen.

Mittwoch: Am Vormittag hatte jeder Teamer – Ruth, Nils, Pascal und Gianna – eine ‘Station’ vorbereitet. In kleinen Gruppen wanderten die Kinder von einem Teamer zum Nächsten und konnten an diesem Vormittag viel bedenken und besprechen.

Ruth zeigte eine Weihnachtspyramide: Die warme Luft der Kerzen steigt auf und treibt die Rotorblätter um: Schon fängt die Pyramide an, sich zu drehen! WÄRME verwandelt sich in Bewegungsenergie.

Nils ließ die Kinder mal so richtig die Hände aneinander reiben: Hier entsteht umgekehrt aus Bewegungsenergie WÄRME.

Bei Pascal ließen die Kinder noch mal Revue passieren, was sie am Montag beim FEUER erlebt haben. Es wurde aufgeschrieben: Was brennt, was brennt nicht und warum!?

Gianna ging mit deTag3.Lampe1n Kindern darauf ein, wie man ein FEUER löscht: Wasser ist nicht immer das richtige Mittel, um ein Feuer zu löschen. Wird das Öl in einer Pfanne auf dem Herd zu heiß und erzeugt eine Flamme – schnell den Deckel drauf! Wasser würde in diesem Fall eine gefährliche Explosion erzeugen.

Am Nachmittag durften die Kinder mit ihrem WERKSTÜCK anfangen – sie haben geblasen, geklebt und geschnitten. Was das wohl wird???

Donnerstag:Urmenschen, Kaffeemühle, Wasserhydranten und ein zweiter Ausflug

Am Vormittag wurden Fragen der vergangenen Tage in Kleingruppen besprochen: Die Erfindung des Feuers in der Urzeit der Menschwerdung… was heisst ‘erneuerbare’ Energie und wie gewinnen wir aus Wasser, Wind und Sonne Energie? Was war beim Besuch der Feuerwehr besonders bemerkenswert z.B. dass Hydranten „Wasserzapfsäulen“ sind, die in der ganzen Stadt verteilt stehen und über die die Feuerwehr bei einem Brand Wasser bekommt. Wie war der Alltag unserer Großeltern ohne elektrische Energie? Wie funktioniert eine Kaffeemühle und wie eine Apfelschälmaschine ? Das Fazit der Kinder: Im Grunde sei das eigenhändige Kaffeemahlen viel schöner, weil anschaulich und verständlich wird, was geschieht. Bei der elektrischen Kaffeemühle drückt man auf einen Knopf, – genauso wie bei der Musikanlage oder beim Licht. Das ist langweilig. Was in der Maschine geschieht, kann man nicht verstehen. Man fühlt sich üMühleberfordert und dumm. Dann wurde das Werkstück weiter gebaut: eine selbstgebaute Lampe soll es werden, die die Kinder mit nach Hause nehmen können. Und nach dem Mittagessen ging es zum Böllenfalltor: Vor 100 Jahren fuhr in Darmstadt die erste ‘Elektrische’ und in der großen Halle am Böllenfalltor ‘schlafen’ die elektrischen Strassenbahnen nicht nur ihre nächtlichen 3 1/2 Stunden, sondern dort werden sie auch gereinigt, gewaschen und repariert.

Freitag:Frühstück im Dunklen und gemeinsamer Familiennachmittag

Man merkte es manchen Kindern schon bei der Begrüßung an. Heute war der letzte Tag. „Schade! Wann ist die nächste Sprachwerkstatt ?“ Aber noch war es ja nicht soweit, Abschied zu nehmen: Frühstück im Dunklen, Fertigstellen der Lampe, Dekorieren des Foyers für den Empfang der Eltern, Proben der Vorführung und eine wohlverdiente „Wunschzeit“ warteten auf die Kinder. Frühstück bei Kerzenschein und Kaminfeuer (ein wenig mussten wir mogeln: das Feuer kam von einer DVD) wie in der guten alten Großvater Zeit, als es noch kein elektrisches Licht gab – das gefiel den Kindern gut. Gestärkt ging es ins Tageslicht zurück und alle begannen direkt mit der Arbeit. Wie gut die Kinder sich aneinander gewöhnt hatten und wie wohl sie sich fühlten, merkte man daran, wie rücksichts- und verständnisvoll sie einander halfen, ihre Lampen fertig zu stellen. Ein Highlight war das Bohren mit der elektrischen Bohrmaschine. Mit dem Handbohrer erprobten sie wieder den Unterschied der Arbeit ohne Strom und mit Strom.Eltern und Geschwisterkinder kamen zahlreich, um zu sehen und zu hören, was 23 Kinder und 4 Teamer in 5 Tagen erlebt und erstellt hatten.

Tag 5.Eltern

Und wieder war es ein sehr schöner Nachmittag mit wunderbaren großen und kleinen Menschen, offen für neue Begegnungen. DANKE AN EUCH!