Archiv

Abenteuer:Sprachwerkstatt im Sommer: die Lernbegleiter

Hallo Kinder! Liebe Eltern!

In diesem 2015er Sommer laden wir euch zu einer Abenteuer:Sprachwerkstatt ein. Wir treffen uns vom 24. – 28. August (Montag bis Freitag, 9 bis 16 Uhr) in der Heinrich – Hoffmann Schule und fahren in der darauffolgenden Woche 30. August bis 4. September nach Lindenfels im Odenwald. Die Sommer Sprachwerkstatt mit 4 Übernachtungen im wunderschönen Lindenfels ist die Krone aller vier Sprachwerkstätten. Wer dabei sein durfte, vergisst es nie.

Hier stelle ich euch eure Betreuer in Text und Bild vor. Es sind freundliche und vertrauenswürdige Menschen, von denen ihr viel lernen werdet.

Lernbegleiter 2015

Aqsa mag Tiere und Pflanzen. Deshalb studiert sie Biologie. Manche von Euch kennen Aqsa aus der SWS im April und haben mit ihr ein sehr hübsches Theaterstück geschrieben und aufgeführt,in dem die Sonne, Tiere und Pflanzen auftraten.

 

 

LernbegleiterDaniel wird Grundschullehrer. Er hat schon fünf Mal Kinder der SWS betreut. Vielleicht macht er in Lindenfels wieder ein Lagerfeuer mit Euch, wenn ihr ihn darum bittet. Er weiß auch sehr viel über Libellenlarven und Wasserflöhe und wie man ein Mikroskop bedient.

 

 

 

Lernbegleiter 2015 Vanessa wird Ingenieurin. Dafür muss sie furchtbar viel lernen. Zum Ausgleich lacht sie ganz viel und wirbelt mit euch herum. Im Frühling hat sie lustige Theaterszenen eingeübt; auch ganz stille Kinder fassten bei ihr Mut und trauten sich auf der Bühne laut zu sprechen.

 

 

Lernbegleiter 2015

Elvis ist Jurist. Seine Oma liebte den Schlagersänger Elvis Presley. Ihr zuliebe haben seine Eltern ihn Elvis genannt. Er hat schon oft Kinder- und Jugendgruppen betreut. Elvis ist sehr lustig und sehr stark und sportlich.

Tayyba war so alt wie ihr, als sie aus Pakistan nach Deutschland kam. Heute ist sie Lehrerin und unterrichtet in der Gesamtschule. Sie liebt ihren Beruf so sehr, dass sie sogar in den Ferien Kinder unterrichten möchte. Ihr werdet sie lieben.

 

LernbegleiterAkberet bereitet Frühstück und Mittagessen vor. Alle, die schon einmal an der SWS teilnehmen durften, kennen sie. Manchmal übersetzt sie für Kinder, die noch nicht so gut Deutsch können, denn sie spricht neben Deutsch fließend Arabisch, Somalisch und Eritreisch.

 

 

Wir freuen uns auf Euch!

Bettina und das Sprachwerkstatt Team!

Lernbegleiter 2015

Die Abenteuer:Sprachwerkstatt Lernbegleiter 2015

 

Abenteuer: Sprachwerkstatt im Frühjahr – Erfahrungsbericht

Von der Kleingruppe am Familientisch, über das kooperierende Team und die Kreativgruppe zur Forschergemeinschaft – Ein Erfahrungsbericht von Daniel Davis

Die Stiftung ist für mich wie eine große Patchwork-Familie. Eine Woche lang kommen mehr als 20 Kinder, um ein Abenteuer zu erleben, das wir Sprachwerkstatt nennen. Der optimistische Papa aus Amerika, die fürsorgliche Mama aus Griechenland, die lebensfrohe Tante aus Kamerun, der verspielte Onkel aus der Schweiz und die liebevolle Schwester aus Persien begrüßen die Kinder aus aller Welt. Jeder von uns ist grundverschieden und doch eint uns eine Sache: in Darmstadt wollen wir zusammen wachsen, um zusammenzuwachsen. Kinder und Erwachsene kommen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen, besuchen unterschiedliche Schulen und Klassenstufen, sprechen unterschiedliche Muttersprachen und haben unterschiedliche Talente und Potentiale. Und doch eint sie eine Sache: sie folgen der Einladung von Bettina Bock und Anett Ebert. So viele unterschiedliche Menschen zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen zu lassen, ist für mich die größte Herausforderung der Sprachwerkstatt. Und so viel sei vorweggenommen: Es klappt! Doch wie gelingt es einen losen Verbund von einzigartigen Individuen zu einer funktionierenden Patchwork-Familie zu machen? Ich bin ganz ehrlich. Es ist der Optimismus eines Vaters, die Fürsorge einer Mutter, die Lebensfreude einer Tante, die Spielerein eines Onkels und die Liebe einer Schwester.
Über die Kleingruppe am Familientisch. Nach einem gemeinsamen Morgenlied „Guten Morgen! Gut geschlafen in der letzten Nacht? …“, dem Einblick in den Tagesplan und einem Warmup-Spiel im ganz großen Plenum begeben wir uns an die Frühstückstische. Eine unserer Regeln lautet: „„Wir gestalten unseren Alltag gemeinsam“ Beim gemeinsamen Essen kann sich jeder einen Platz wählen, wir beginnen zusammen am Tisch und erst wenn alle am Tisch fertig sind, wird aufgestanden. Wir unterhalten uns beim Essen leise. Und es gibt einen Tischdienst.“ Gesagt, getan! Die freie Platzwahl ergibt wie von Geisterhand eine faire Aufteilung und jeder Teamer speist mit seiner Kleingruppe am Familientisch. „Piep, piep, wir haben uns alle lieb, jeder ist so viel er kann, nur nicht seinen Nebenmann, und wir nehmen’s ganz genau, auch nicht seine Nebenfrau, guten Appetit, Frau Schmitt (die Kinder ergänzen: ist nicht mit!)“ Mit diesem Ritual sorgen wir dafür, dass alle gemeinsam beginnen. „Kannst du mir bitte die Butter reichen?“, „danke“, hört man leise. Wir kommen ins Gespräch, jeder isst und trinkt, jeder probiert, was aufgetischt wird. „Oh! Das ist ja doch lecker!“ Gemeinsam räumen wir ab, gemeinsam wischen wir den Tisch. Alle sind satt und glücklich, weil sie in harmonischer Ruhe ihre Bäuche füllen. Schön!
Über kooperierende Teams. Mattenrutschen in der Sporthalle. 3 Matten, 3 Teams á 8 Kinder, ein gemeinsames Ziel: Stellt euch vor ihr seid auf einem Floß. Ihr dürft den Boden nicht berühren. Versucht den Fluss zu überqueren. „1, 2, 3 und jetzt alle zusammen!“, ruft einer. Alle laufen an und springen. Platsch! Die riesige blaue Weichbodenmatte bewegt sich. Begeisterung macht sich breit. Nur dadurch, dass jeder Einzelne seinen Teil dazu beiträgt (voller Körpereinsatz), gelingt die Teamarbeit. Auch spannend war die Zusammenarbeit beim Kooperationsspiel auf dem Hof in der Sonne: Luftballon-Staffellauf Kopf an Kopf, Bauch an Bauch und Rücken und an Rücken. Neben dem Sport gibt es Impro- und Maskentheater, Rap und Stomp. Message: Ich kann was!
Über die Forschergemeinschaft. Unsere Regel: „„Wir sind eine Forschergemeinschaft“ Wir lernen zusammen und helfen uns gegenseitig. Jeder Forscher schreibt in der Projektbuchzeit auf, was er gelernt hat oder was er gern seinen Eltern, Geschwistern und Freunden erzählen möchte.“ Ausgestattet mit Klemmbrettern, Bleistiften, Tierlexika und Sachbüchern geht es an den Krötenteich. In jeder Sprachwerkstatt gibt es einen Ausflug! Nach einem spannenden Vortrag von Frau Martin vom BUND Naturschutz geht es an die Kescher, Kröten werden behutsam eingefangen, mit Lupen analysiert, auf Papieren skizziert, mit nackten Händen berührt, eine Gruppe findet Laichschnüre und Kaulquappen. Trotz der sehr großen Gruppe, gehen die Kleingruppen-Forscher tolerant und achtsam miteinander um, helfen sich gegenseitig, teilen Materialien und Aufgaben gewissenhaft und beweisen: Wir sind eine Forschergemeinschaft!